Bei dem hier beschriebenen City-Cable-Car-System handelt es sich um eine kuppelbare Dreiseil-Umlaufbahn (TGD), mit einem Fassungsvermögen von bis zu 35 Personen pro Fahrzeug.

Grundsätzlich ist bei diesen Stetigförderern die Förderleistung unabhängig von der Länge der Strecke. In den Stationen werden die Fahrbetriebsmittel vom Zugseil abgekuppelt und zum bequemen Ein- und Aussteigen von Streckengeschwindigkeit auf Stationsgeschwindigkeit verzögert. Der Ein- und Ausstieg erfolgt, niveaugleich mit den Bahnsteigen, was besonders die Mitnahme von Fahrrädern, Gepäckstücken, Trolleys und Kinderwagen erleichtert sowie die Benutzung durch Rollstuhlfahrer problemlos ermöglicht. Anschließend werden die Fahrbetriebsmittel wieder auf Seilgeschwindigkeit beschleunigt und an das Zugseil angekuppelt.

Dieses Verkehrsmittel ist in der Lage in Kombination mit einem abgestimmten Busangebot den Ulmer Eselsberg mit einem leistungsstarken ÖPNV-Angebot zu erschließen. Auch die oft angespannte Parkplatzsituation in Ulm kann durch ein verbessertes P&R-Angebot in Verbindung mit einem Verkehrsleitsystem verbessert werden.

Die Station auf dem Eselsberg kann niveaugleich im Bereich der Parkhäuser platziert werden. Die Station am Hauptbahnhof kann entweder ebenerdig frei gebaut, in ein Gebäude integriert oder unterirdisch bis zum Bahnhofsvorplatz geführt werden. Alle Stationen wie auch die Fahrzeuge sind barrierefrei und erlauben es auch gehbehinderten Menschen dieses Verkehrssystem eigenmächtig zu benutzen.

Die hier beschriebene Anlage kann in verschiedenen Ausbaustufen an die notwendige Förderleistung angepasst werden. Analog zu der Seilbahn in Koblenz sind alle betriebsrelevanten Komponenten wie Antriebe, Lagerungen, Fördereinrichtung etc. redundant ausgeführt, so dass der Betrieb auch bei Ausfall einzelner Komponenten aufrecht erhalten wird. Das Störfallkonzept sieht vor, dass unter allen Umständen die Kabinen in die Stationen gefahren werden und die Passagiere bequem in den Stationen aussteigen können.

Durch die Dreiseiltechnologie, mit einer Fahrbahn aus zwei Tragseilen je Richtung und einer umlaufenden Zugseilschleife ist ein Betrieb bis Windgeschwindigkeiten von 100km/h möglich.


Dreiseiltechnologie am Beispiel Koblenz


Fahrzeug mit variablen Sitzkonzepten und barrierefreiem Einstieg


Seilbahn mit ÖPNV-Kabine